Wenn du reisen willst, verlange von der Gegend, in die du reist, alles: schöne Natur, den Komfort der Großstadt, kunstgeschichtliche Altertümer, billige Preise, Meer, Gebirge – also: vorn die Ostsee und hinten die Leipziger Straße.
Kurt Tucholsky: Die Kunst, falsch zu reisen
Montag, 18. Juli2016, 23:00 Uhr
Nach 18 Stunden Flug kommen Robin und ich in Tokyo-Haneda an und treffen dort als Erstes auf Mariana, meine Argentinische Freundin, die es nach 32-stündiger Anreise von Buenos Aires nach Tokyo sichtlich ermüdet zu uns geschafft hat. Wir schlagen unser Nachtlager am Flughafen auf und finden uns in einer futuristisch anmutenden Umgebung wieder. Alles spricht zu uns: Die Rolltreppe, der Geldautomat, die Toilette – nur keine Menschen. Vielleicht sind es Empfehlungen. Könnten aber auch Befehle sein. Ich verstehe die Sprache nicht. Es gibt eine Menge Automaten mit blinkenden Reklamen, die hinter ihrem Glas schillernde Verpackungen zeigen: Cup Noodles, Getränke, Zahnbürsten, … was man am Flughafen eben so braucht. 😉
Ich kann ans Schlafen gar nicht denken, obwohl meine Augen brennen und mein Kopf ziemlich zermatscht ist. Ich bin einfach viel zu aufgeregt, Mariana nach 4 Jahren wiederzusehen. Skype zählt nicht!
